Infomesse „Job4u“ Wilhelmshaven, 2015

Wilhelmshavener Zeitung, 2014

Wilhelmshavener Zeitung, 2010

Ein wertvoller Lotse im Weiterbildungsdschungel

VHS Bildungsberatungsstelle in neuen Räumen im Hans-Beutz-Haus –Das Angebot ist kostenlos
WILHELMSHAVEN /kle Wie schaffe ich den Wiedereinstieg ins Berufsleben, wenn ich einige Jahre zu Hause war, um meine Kinder zu erziehen? Wohin orientiere ich mich, wenn es in meinem Berufszweig nicht mehr so gut läuft? Wie kann ich meinen Berufsweg am besten aufbauen? Wer Fragen in Sachen Bildung und Beruf hat, ist in der Bildungsberatungsstelle „Gewusst wo –gewusst wie“der Volkshochschulen Wilhelmshaven und Oldenburg richtig aufgehoben. Dort bieten Monika Pellenz und Christina Heide Beratung zu beruflicher Aus- und Weiterbildung an, geben Tipps zur Laufbahngestaltung oder stellen mit den Hilfesuchenden eine Stärkenanalyse auf. Auch über Förderungsmöglichkeiten klären die Beraterinnen ihre Kunden auf. „Wir können vielen
Ratsuchenden eine Bildungsprämie vom Bund vermitteln, die pro Person bis zu 500 Euro beträgt“, sagte Werner Sabisch, Leiter der VHS in einer kleinen Feierstunde. Seit dem 15. September 2009 gibt es die Bildungsberatungsstelle. Nun ist sie in neue Räume im Hans-Beutz-Haus umgezogen.
Im vergangenen Jahr haben bereits mehr als 600 Menschen die Beratung von Pellenz und Heide in Anspruch genommen. „Wir beraten jeden. Angefangen vom Schüler über Studierende, Umsteiger, Berufstätige und Arbeitssuchende bis zu Migranten oder Senioren“, sagte Monika Pellenz. Das Angebot ist kostenlos. „Oft haben Frauen die Beratung in Anspruch genommen, die nach der Familienphase wieder ins Berufsleben einsteigen wollen“, sagte Monika Pellenz. Da häufig
besonders die Frauen nach der Familienphase eine Teilzeitarbeit aufnehmen möchten, brauchen die auch besonders gute Beratung. Denn: „Das klassische Teilzeitmodell mit fünf Vormittagen Arbeitszeit in der Woche existiert in der Praxis nicht“, sagte Beate Folkers. Die Beauftragte für Chancengleichheit der Agentur für Arbeit hielt einen Vortrag im Hans-Beutz-Haus. Frauen und Männer, die ihre Arbeitszeit zu Gunsten der Familie verringern möchten, sind also auf flexible Modelle angewiesen –die sie aber erst einmal kennen müssen. Auch Oberbürgermeister Eberhard Menzel betonte die Wichtigkeit der Bildungsberatungsstelle. Ohne Schulabschluss sei die Aussicht auf eine Arbeitsstelle beinahe aussichtslos. „Deshalb ist der zweite Bildungsweg besonders wichtig.“ Bei der Orientierung durch das vielfältige Weiterbildungsangebot will die Bildungsberatungsstelle Lotse sein.